Das Haus meiner Mutter, Erzählung, Edizioni Alpha Beta Verlag, 2017

im Rahmen von 700 x Meran (700-Jahr-Jubiläum der Stadt Meran)

 

Die 17-jährige Ich-Erzählerin lebt im Jahr 1981 vorerst allein in einem alten, großen Haus gegenüber dem Soggiorno Montano des italienischen Heers in Meran. Eine Großtante, die vor den politischen Unruhen in Rhodesien flüchten muss, findet vorübergehend Unterschlupf bei ihr. Auch Eva, eine Schulfreundin, die aus dem Heim geflogen war, zieht in der Villa ein. Mit Pierpaolo, dem italienischen Jungen, entwickelt sich eine zarte, aber unsichere Liebe. 

 

Der Text erzählt in einprägsamen Bildern die Zeit der Verunsicherung eines Mädchens, das nur noch wenig Lust auf Schule hat und ziellos in der Stadt herumstreunt. Erst die Annäherung an die Literatur und an die alte fremde Frau mit ihrem Schachspiel (vor dem Hintergrund der Schachweltmeisterschaft in Meran) weisen in eine neue Richtung, in ein vages Exil anhand des Schreibens.